Hallo Du, schön, dass Du vorbei schaust!

Du hast die Aufgabe bekommen, Dich über uns zu informieren und Dir uns als Wohngruppe anzusehen? Eigentlich weißt Du aber gar nicht, was das genau sein soll und wie es dort abläuft? Dann bist Du auf dieser Seite genau richtig.

Im Brüggenest leben Mädchen im Alter von 6-21 Jahren. Alle gehen „ganz normal“ zur Schule oder machen eine Ausbildung. Im Alltag treffen sie sich mit Freunden, chillen und beschäftigen sich mit Dingen, mit denen man sich in dem Alter eben beschäftigt.

In den drei Gruppen Kielburg, Labrü und Hüls hat jedes Mädchen ihr eigenes Zimmer. Es ist immer mindestens eine Betreuerin im Haus, so dass Du immer einen Ansprechpartner hast. An Wochentagen sind mindestens zwei Betreuerinnen da, die sich darum kümmern, dass es allen gut geht.

In der Zeit, in der Du im Brüggenest lebst, kannst Du viele Dinge lernen, die Du brauchst, wenn Du später mal alleine „klar kommen“ willst. Dazu gehört das Aufräumen, Einkaufen und Kochen, aber auch das Auseinandersetzen mit sich selbst, den Eltern, Freunden oder der Schule/Ausbildung.

Die WG Ocholt ist für fast erwachsene Mädchen/junge Frauen gedacht und bereitet intensiv auf ein selbständiges Leben z.B. in einer eigenen Wohnung vor.
Wenn Du fragen hast oder Dir etwas unklar ist, kannst Du uns jederzeit eine Mail schicken oder uns anrufen.

Einen Eindruck von einem „ganz normalen“ Alltag im Brüggenest kannst Du im Folgendem über Erzählungen der bereits hier wohnenden Mädchen bekommen.

Was unsere Mädchen sagen:

Ein Samstag in Kielburg (A. 10 J. und C. 12 J.):

Du kannst um 8:30 Uhr aus deinem Zimmer kommen und dann geht’s direkt zum Frühstück mit Cornflakes und Saft. Dann müssen wir Zähneputzen und es ist Spielzeit, bis es in die Übergabepause geht. Nach der Pause machen wir Morgenrunde, in der wir erzählen, was wir am Tag machen wollen. Wir machen unsere Samstagsdienste und können dann unsere Medien nutzen. Bis zum Mittagessen haben wir dann Zeit zum Spielen. Um 14:00 Uhr gibt es Mittagessen, es hat immer ein Mädchen Küchendienst und kocht mit der Betreuerin zusammen. Nach dem Essen gehen wir alle in die Pause. Um 16:00 Uhr machen wir dann Teepause, da essen wir die Süßigkeiten aus unserer Dose oder machen Waffeln. Bis zu unsere Duschzeit haben wir Freizeit, da kann man draußen auf dem Trampolin, im Pfahlhaus, auf den Turnstangen oder Schaukeln spielen. In der Gruppe kann man mit Playmobil, den anderen Mädchen oder Betreuerinnen spielen. Jedes Mädchen hat seine feste Duschzeit, zu der es Duschen geht. Nach dem Duschen gibt es Abendessen. Nach dem Abendbrot ist noch eine Pause, in der müssen wir unser Zimmeraufräumen. Am Abend gibt es Chips und wir können unsere Medien nutzen, bis wir ins Bett gebracht werden.

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S. (9 Jahre) über die Ferienfreizeit:

In der Ferienfreizeit fahren wir jedes Jahr zwei Wochen weg. Fahren in den Urlaub, da erleben wir Kinder ganz viele tolle Sachen. Zum Beispiel fahren wir ins Schwimmbad, fahren in einen Tierpark, in einen Naturpark oder in einen Freizeitpark mit Achterbahnen. Zuerst fahren wir mit den Autos zu unserem Ferienhaus und packen alles aus. Dann wird entschieden welches Mädchen auf welches Zimmer geht und wir erkunden das Grundstück. Es sind immer zwei Betreuerinnen mit auf Ferienfreizeit, da erleben die Kinder ganz coole Sachen. Wir dürfen Spielzeuge und Kuscheltiere mitnehmen und natürlich unsere Medien. Auch unseren CD-Player dürfen wir mitnehmen, falls jemand nicht ohne einschlafen kann. Das Haus ist genau richtig damit wir uns alle wohlfühlen. Wir fahren mit dem Touran und dem Bulli auf Ferienfreizeit, damit wir auch alles mitnehmen können. Wenn jemand Angst im Dunkeln hat, haben wir Nachtlichter die helfen können. Also braucht man keine Angst zu haben. Die Ferienfreizeit ist immer ganz besonders schön. Ich liebe die Ferienfreizeit!

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Mein Mittwoch im Hüls während der Schulzeit

Morgens Morgens startet mein Tag für die Schule um 5:50 Uhr, ich mache mich dann erstmal fertig. Um 6:15  Uhr gehe ich in die Gruppe und frühstücke mit einer Betreuerin und ein paar Mädchen, die auch gerade unten sitzen. Ich frühstücke meistens bis 6:40 Uhr. Im Anschluss putze ich noch schnell meine Zähne und laufe danach zum Bus, der um 6:51 Uhr zu meiner Schule fährt. Mein Unterricht beginnt um 7:30 Uhr. Mittags Um 12:35 kommt mein Bus, der mich wieder nach Hause in den Hüls bringt. Ab 13:30 Uhr gibt es dann Mittagessen. Das Mädchen, was Mittagsküchendienst hat, deckt den Tisch und richtet das Essen auf dem Tisch her. Bis 14:00 Uhr essen wir, danach haben wir eine halbe Stunde Pause bis 14:30 Uhr. Im Anschluss haben wir Lernzeit bis 15:30 Uhr. Ab 15:30 Uhr fahre ich los nach Kielburg, weil ich da reiten mit den Pferden habe. Mein Reiten fängt um 16:00 Uhr an und geht bis 17:20 Uhr. Danach fahre ich wieder zurück in den Hüls, wo ich meist um 18 Uhr wieder ankomme. Dann gehe ich duschen. Abends Nach dem Duschen esse ich. Mittwochs können wir von 18:00-20:00 Uhr frei zum Abendbrot essen was wir wollen. Manchmal kommt es sogar vor, dass die Betreuer mal mit uns zu Mc Donalds fahren um essen vom Taschengeld zu holen, für die Mädchen die so etwas zum Abendessen wollen. Ab 18:00 Uhr kann man seine Dienste wie Baddienst, saugen u. wischen unten (Esszimmer und Flur) anfangen. Dann haben wir noch ein Abendküchendienst, der die Küche sauber macht, den Müll rausbringt und meist Essen vom Mittag wegschmeißt. Um 21:30 Uhr fängt die Zimmerzeit an, wo wir langsam zur Ruhe kommen und schlafen gehen.

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Mein Dienstag in der Schulzeit

Morgens: Ich stehe morgens um 5:45 Uhr auf, mache dann mein Bett und räume mein Zimmer auf. Dann mach ich das Rollo hoch und mein Fenster auf und dann mach ich mich fertig und dann gehe um 6:30 Uhr runter zum Frühstück. Dann gehe ich um 6:50 Uhr nach oben und putze Zähne, im Anschluss warte ich auf mein Taxi, dass mich zur Schule bringt. Dann habe ich 8 Stunden Schule. Mittags: Ich habe Nachmittagsunterricht von 13:45 bis 15:15 Uhr. Dann werde ich nach Hause  gefahren. Wenn ich wieder im Hüls bin melde ich mich zuerst bei den Betreuerinnen und bring meine Schultasche nach hoben. Ich rede mit den Betreuerinnen über meinen Schultag, wie dieser war und dann setze ich mich in den Garten oder mache andere Sachen, wie Medien nutzen oder was spielen. Das kommt immer drauf an, worauf ich Lust habe. Wir können auch rausgehen oder uns mit Freunden treffen oder dem Freund. Du kannst hier alles Fragen, wie z.B. kann ich am Wochenende bei einer Freundin schlafen. Abends: Dienstags ist immer unser Frischwurst- Abend um 18:30 Uhr. D.h. an diesem Tag geht am Nachmittag vor dem Abendessen ein Mädchen los um Frische Wurst- Aufschnitte bei der Fleisch- und Käsetheke zu holen. Dazu gibt es Brötchen, entweder holen wir frische oder Aufbackbrötchen. Nach dem Abendessen mache ich meine Dienste, wenn ich welche habe, dann geh ich nach oben und ordne meine Schultasche. Meistens gehe ich danach duschen. Um 20:30 Uhr mach ich zum Beispiel noch mein Stickerplan und dann spiele ich manchmal noch etwas mit den Mädchen oder den Betreuerinnen, oder auch alle zusammen. Manchmal reden wir auch einfach mit den Mädchen untereinander und trinken mal einen Tee zusammen. Um 21.30 gehe ich ins Bett und dann ist mein Tag auch beendet. Das war mein Alltag

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Mein Dienst mit Nacht – Luna Begleithund, Beagle, 4 Jahre

Morgens werde ich an der Tür mit einem Lächeln im Gesicht und freudiger Stimmen der Mädchen empfangen. Sie kraueln mich dann oft und geben mir ein Küsschen. Dann laufe ich erstmal in der Gruppe rum und gucke wer so da ist. Dann entscheide ich mich oft, dass ich von der einen oder anderen noch eine intensive Streicheleinheit brauche- weil ich sie vermisst habe oder sie mir schon oft gutes getan hat. Dann ist manchmal vor dem Mittagessen nicht so viel Action, da gehe ich dann ins Büro und leg mich zu meinem Frauchen und schlafe etwas. Ab und zu werde ich nochmal aktiv und setze mich auf dem Schoß eines Mädchens, falls diese gerade im Büro sitzt und weint. Dann werde ich immer ganz doll gestreichelt und es geht ihr besser. Beim Mittagessen darf ich nicht mit am Tisch sitzen, aber ich liege dann in meinem Körbchen in der Gruppe und bin mit allen zusammen im selben Raum. Manchmal kann man mein Schnarchen hören, während alle anderen essen.Nach dem Mittagessen macht ein Mädchen immer den Küchendienst- leider werde ich immer weggeschickt, wenn ich bei der Spülmaschine helfen möchte. Wenn die anderen Mädchen in die Pause gehen, würde ich am liebsten hinterher und mich auch ins Bett kuscheln- ich muss dann in der Zeit ins Büro und halte da mein Nickerchen. Nach der Pause beginnt aber wieder ein wenig Action für mich. Ein Mädchen geht mit mir raus spazieren, und zwar ohne mein Frauchen. Manchmal gehen sie eine Stunde mit mir, manchmal auch nur kurz oder auch 2 Stunden. Ich darf dann flitzen, buddeln, Leckerlies bekommen, ohne dass ich etwas dafür tun muss und manchmal versuche ich auch in den Bach zu hüpfen. Die Mädchen wurden aber scheinbar von meinem Herrchen darauf vorbereitet, die haben das nämlich gut im Blick, dass ich nicht jedes Mal baden gehe. Danach gucke ich immer wer gerade so was macht im Haus. Manchmal spielen sie mit mir, werfen Spielzeug durch die Gegend oder ich liege mit ihnen faul im Wohnzimmer und wir kuscheln. Abends füttern mich die Mädchen auch immer. Bei der Nachtrunde darf ich entscheiden, ob ich mitkomme und die Mädchen im Zimmer besuche. Sie wollen dann immer das ich bleibe und bei ihnen schlafe, das erlaubt mein Frauchen aber nicht. Danach gehe ich mit meinem Frauchen ins Zimmer und schlafe bei ihr in meinem Korb. Morgens bin ich dann meistens als erste wach, weil ich irgendwas höre. Dann lässt mein Frauchen mich raus und ich flitze kurz durch die Flure und gucke wer schon wach ist, dann freue ich mich immer ganz doll, wenn ich ein Mädchen wiedersehe. Wenn sie morgens frühstücken, bin ich dann auch bei ihnen in der Gruppe. Leider darf ich dann nichts von ihrem Brot haben, aber ich bekomme essen, Leckerlies und viele Streicheleinheiten. Dann verabschiede ich mich von den Mädchen und werde wieder ganz viel geknuddelt und muss leider mit meinem Frauchen nach Hause fahren- sie könnte eigentlich auch mal ohne mich nach Hause fahren, ich komme mit den Mädchen im Hüls schon ganz gut zu recht.

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 Verselbstständigung – WG Ocholt

Hilfe! Ich werde erwachsen! Cool, ich darf nach Ocholt ziehen! Die Trainingsphase beginnt. Mein Handy bleibt 24/7 bei mir. Ich darf bis 22 Uhr draußen bleiben, mich vom Essen abmelden, habe nur noch einen – mir persönlich zugeteilten – Dienst. Mein Zimmer wird nicht mehr auf Sauberkeit kontrolliert, genauso wenig wie meine Hausaufgaben. Oh man… das kann ja nur gut werden! Nach meiner ersten Woche in Ocholt: Hilfe, ich bin noch zu jung – holt mich hier raus! Erstmal völlige Überforderung. Ich muss mich über SIGNAL an & abmelden, Termine vereinbaren, ohne Weckdienst aufstehen. Niemand sagt mir, dass ich ins Bett gehöre. Ich habe keine Lernzeit mehr. Kurzzeitige (manchmal dauert sie auch länger) Amnesie hat mich vergessen lassen, wie ich mein Zimmer sauber halten kann. Oh man, hätte ich gewusst, dass Erwachsen werden so anstrengend ist, hätte ich mir da noch Zeit mit gelassen. Wie schön war doch die Zeit, in der mein Tag so schön vorstrukturiert war. Jeden Mittag stand leckeres Essen auf dem Tisch. Hier muss ich es mir selbst kochen. Und es sogar zuvor noch selbst einkaufen. Wie in der Steinzeit: Erst jagen, dann essen. Und ob es dann wirklich schmeckt, ist noch die andere Sache. Ganz schön herausfordernd dieses selbstständig werden. Meine neuen Herausforderungen teile ich erstmal meiner Bezugsbetreuerin mit. Ach ne! Die habe ich ja gar nicht mehr! Was soll ich denn nun machen? Tief durchatmen. Niemand hat gesagt, dass es einfach wird. Aber cool sollte es werden. Noch fühle ich das nicht so ganz, aber da komme ich sicher noch hin! Ich nehme die Herausforderungen, die das Erwachsen werden mit sich bringt an – Challenge accepted! Und unterstützt werde ich dabei von netten Mädels, die fühlen, was ich fühle und auch mal da waren, wo ich jetzt bin. Und auch von den Betreuerinnen, von der zwar keine „nur mir“ gehört, aber die dafür da sind, dass ich mich zurechtfinde. Und wenn ich das dann geschafft habe, kann ich richtig stolz auf mich sein und die Vorteile des Erwachsenwerdens genießen. Und wenn ich dann ausziehe, denke ich daran zurück, wie einfach das Erwachsen werden war. Das Erwachsen sein ist nämlich nochmal eine ganz andere Hausnummer! Hilfe ich bin zu jung – lasst mich wieder rein!

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Ferienfreizeit

Jedes Jahr im Sommer fahren wir als Gruppe in eine Stadt oder einen Ferienort und bleiben dort für 2 Wochen. Man bekommt die Möglichkeit, sich eine Wunschperson aufzuschreiben, mit der man auf ein Zimmer will, da man sich zu zweit ein Zimmer teilt. Es kommen immer 2 Betreuerinnen mit, die sich Aktivitäten überlegen, die wir uns überlegt haben oder wo die Betreuerinnen wissen, dass sie uns gefallen könnten. Letztes Jahr waren wir in Bad Windsheim, dort haben wir ein Schloss besucht, etwas über die Kultur gelernt und eine Rundführung bekommen, dazu durften wir uns wie Prinzessinnen fühlen. Außerdem waren wir bei der Highline 179, das ist eine hohe Hängebrücke in Österreich, wo wir die Chance hatten rüber zu laufen. An den ganz warmen Tagen waren wir auch an unterschiedlichen Orten schwimmen. Wir waren in der Franken Therme, es war richtig schön und entspannend, es gab da unterschiedliche Becken mit unterschiedlichem Salz-Anteil und die Möglichkeit, sich mit einer Paste einzuschmieren, damit die Haut besser wird. Wir waren auch in der Innenstadt, um ein bisschen zu shoppen und die Orte besser kennenzulernen und wir waren zweimal essen.

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So läuft Dein Erstgespräch ab!